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Familientherapeutisches Einführungs-Seminar nach der Methode Feeling-Seen

Ausgehend von einer interaktionistischen Entwicklungstheorie erhalten Sie Impulse zur Förderung der Mentalisierungsfähigkeit und erleben bindungsorientierte Interventionen zur Überarbeitung von Bindungsrepräsentationen bei Kindern und Jugendlichen im familientherapeutischen Setting. Sie lernen u.a., die in der Mimik und der Stimme erkennbaren Affekte des Kindes und der Eltern in deren subjektiv-gefühlsmäßigem Erleben zu benennen und mit den auslösenden Kontexten zu verbinden, so dass „reflektierte Affektivität“ (Fonagy et al. 2008) entstehen kann. Zentral geht es zunächst um die Erfüllung häufig bislang unentdeckter Bindungserwartungen des Kindes.

Dazu werden Interaktionserfahrungen mit imaginierten idealen Bezugspersonen dramaturgisch so gestaltet, dass Emotionsregulation eintritt. Dieses mitzuerleben berührt emotional häufig auch die anwesenden Eltern. Sie können so in ihrem „reflexiven Empathievermögen“ (Oppenheim und Koren-Karie 2009) gefördert und – dadurch gestärkt – zu einer einbettenden Kultur für die Entwicklung ihres Kindes zu werden. Impulse für intensive prozess- und bindungsorientierte Elterngespräche runden das Seminar inhaltlich ab.

Literatur

Bachg, M. (2010). Feeling-Seen – Einführung in eine körperorientierte Psychotherapie für Kinder, Jugend¬liche und ihre Eltern. In S. Sulz & S. Höfling (Hrsg.), Und er entwickelt sich doch – Entwicklung als Therapie. München: CIP-Medien.
Bachg, M. (2006). Microtracking in Pesso Boyden System Psychomotor: Brückenglied zwischen verbaler und körperorientierter Psychotherapie. In S. Sulz, L. Schrenker & C. Schricker (Hrsg.), Die Psychotherapie entdeckt den Körper. München: CIP-Medien.
Bachg, M. (2013). Wo bleibt das Kind beim Elterncoaching? In M. Grabbe, J. Borke & C. Tsirigotis (Hrsg.), Autorität, Autonomie und Bindung. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Bachg, M., Hille-Kluczewski, E., Grüter, S., (2016). Die Methode Feeling-Seen als familientherapeutischer Ansatz zur Förderung der Affektregulation und des Beziehungsverhaltens bei Kindern und Jugendlichen. Psychotherapie 21 (1), S. 147 – 177
Bachg, M. (2017). Feeling-Seen – eine bindungs- und mentalisierungsfördernde Methode für Kinder, Jugendliche und Eltern in Psychotherapie und Beratung. Mit einem Kommentar von Jürgen Kriz. In Götting, G., Bromann, C., Möller, M., Piorunek, M., Schattanik, M., Werner, A., (Hrsg.), Zeit geben – Bindung stärken, Konzepte der Beratung. Weinheim Basel: Beltz Juventa

Infos:

Tagungsort: Diözesan Caritasverband für das Erzbistum Köln
Georgstraße 7, 50676 Köln, Deutschland,
Referenten: M.Bachg
Weitere Informationen: Caritas Campus | www.caritasnet.de | georg.seegers@caritasnet.de