Therapeutischer
Raum und
Interventionstechniken
Unerlässlich für diese Form der körperorientierten
Psychotherapie für Kinder bzw. Jugendliche und ihre Eltern
ist eine sichere Atmosphäre, zu der durchweg der Therapeut
selbst durch seine respektvolle, empathische und authentische
Haltung allen Beteiligten gegenüber beiträgt.
Auf diese Weise entsteht ein therapeutischer Raum, in dem
solche Prozesse möglich sind. Albert Pesso und Diane
Boyden Pesso bezeichnen diesen Raum in ihrem Konzept der
Pesso Boyden System Psychomotor (PBSP) als "Möglichkeitssphäre".
Sie ist Ausgang und dauerhafte Grundlage für die Verwendung
aus- gefeilter Interventionstechniken, wie z.B. dem "Microtracking",
einer hoch spezialisierten Form des psychotherapeutischen
Dialogs, in dem es darum geht, minutiös die gegenwärtigen
Bewusstseinsin- halte des Patienten, d.h., seine Wahrnehmung,
Handlung, Emotion und Kognition, zu verfolgen.
Die im Gesicht
und im Körper des Kindes oder Jugendlichen
erkenn- baren Emotionen werden durch die Benennung des Gefühls,
welches das Erleben dieser Emotion treffend beschreibt, in
sein Bewusstsein gehoben. Zentrales Merkmal dieser Sequenz
von Emotion, Gefühl und Bewusstsein ist ihre Körperbezogenheit.
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